„Layla“ von Colleen Hoover – Düster, gruselig und überraschend enttäuschend (Rezension)

Ich habe ja noch nicht so viel Erfahrung mit Colleen Hoover gemacht, muss aber sagen, dass ich von Verity wirklich begeistert war. Aus diesem Grund habe ich gehofft, dass „Layla“ in die ähnliche Richtung gehen wird. Diesen Eindruck erwecken die sehr ähnlichen Cover, die Inhaltsangaben und die Ein-Wort-Titel.

Klappentext: 

Wie weit bist du bereit, für die große Liebe zu gehen?

Auf der Hochzeit von Laylas Schwester lernen sie sich kennen und lieben: Leeds, der seinen Lebensunterhalt als Musiker verdient, und Layla. Es ist eine Amour fou – bis zu dem Tag, an dem Leeds eifersüchtige Exfreundin versucht, Layla zu erschießen. Danach ist Layla nicht mehr sie selbst. Um die Beziehung zu retten und Layla zu stabilisieren, mietet Leeds das Haus, in dem sie sich kennengelernt haben. Doch dort scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen …

 Was passiert in „Layla“?

Leeds ist verliebt in seine Layla. In die Frau, die er auf der Hochzeit von Laylas Schwester kennengelernt hat. So verliebt, dass er ein Bild in den Sozialen Netzwerken mit ihr teilt. Dort kann es jede*r sehen. Auch seine Ex-Freundin, die noch nicht über die Trennung hinweggekommen ist, sieht diesen Post. Sie sucht Leeds auf und versucht, Layla, die die Tür öffnet, zu erschießen. Daraufhin wird sie von Leeds aus Notwehr ebenfalls erschossen. Nach diesem Unfall ist Layla nicht mehr so wie vorher. Ihr Wesen hat sich komplett geändert. Um die Beziehung zu retten und Layla wieder näher zu kommen, mietet Leeds das Haus, in dem die beiden sich kennengelernt haben. Irgendwie scheint Layla sich dort unwohl zu fühlen und die beiden scheinen nicht alleine in dem alten Haus zu sein… 

Der erste Satz:

„Bevor ich runtergegangen bin, habe ich Layla mit zwei Schichten Gaffa-Tape den Mund verklebt; trotzdem sind ihre gedämpften Schreie immer noch zu hören, als ich mich mit dem Mann an den Küchentisch setze“

Die Befragung, Seite 9

Wie hat mir „Layla“ gefallen? 

Direkt zu Beginn passiert in „Layla“ unglaublich viel, was mich als Leserin direkt in die Geschichte katapultiert hat. Dennoch konnte ich für mich keine Verbindung zu den Protagonist*innen aufbauen. Leeds und Layla blieben für mich undurchsichtig und ich irgendwie gesichtslos. Vielleicht lag das an den rasanten Ereignissen zu Beginn. 

Die Handlungsorte haben mir ganz gut gefallen. Die Idee eines alten verlassenen Hauses hat mich an das Gothic Cinema aus beispielsweise „Crimson Peak“ erinnert. Die meiste Handlung des Buches findet auch ausschließlich in dem Haus und dem dazugehörigen Garten statt. Leeds und Layla verlassen es fast gar nicht. Aus diesem Grund wurde das Haus zu einem eigenen Charakter und hat gerade durch die gruseligen und unerklärlichen Phänomene eine eigene Persönlichkeit erhalten.  

Zum Handlungsverlauf kann ich kaum etwas sagen, ohne direkt zu spoilern. Deswegen: 

Achtung: Spoiler! 

Dass die Geschichte ins Paranormale geleitet wurde, hat mich persönlich nicht angesprochen. Es war für mich irgendwie unfassbar unrealistisch, dass plötzlich ein Geist anwesend ist und auch noch Laylas Körper übernimmt, wenn es ihr gerade passt. Ich habe aber ehrlicherweise auch zuvor noch nie ein paranormales Buch gelesen und kann demnach nicht einschätzen, inwiefern das für das Genre gut oder weniger gut war. 

Im Verlauf des gesamten Buches wurde es immer mysteriöser und verwirrender. Ich bin absolut schockiert gewesen, wie sich Leeds an unterschiedlichen Stellen entschieden hatte. 

Achtung: Spoiler Ende! 

Obwohl ich teilweise echt unzufrieden war und das Buch gerne an die Wand gepfeffert hätte, muss ich sagen, dass ich fasziniert davon bin, wie Colleen Hoover es schafft, in mir solche Emotionen hervorzurufen. 

In der Einleitung hatte ich geschrieben, dass ich die Hoffnungen hatte, dass „Layla“ so ähnlich wie „Verity“ sein wird. Allein das Cover deutet auf eine Ähnlichkeit hin. Und „Layla“ weißt auch keine Ähnlichkeit zu „Too Late“ oder „Was perfekt war“ auf, aber die Ähnlichkeit, die zu „Verity“ gezogen wird, kann ich leider nicht sehen. „Verity“ ist ein Thriller komplett ohne paranormale Elemente, der mir gefallen hat, weil hier die moralischen Werte angezweifelt werden. 

Schlussendlich war ich leider ein wenig von „Layla“ enttäuscht und muss sagen, dass ich mir mehr von der Neuerscheinung von Colleen erhofft habe. Dennoch habe ich auch sehr viele positive Meinungen zu dem Buch gehört und kann mir vorstellen, dass es für Leser*innen empfehlenswert ist, die Lust auf eine paranormale Geschichte haben und Fans von Colleen Hoovers Schreibstil sind. 

Und hier könnt ihr euch das Buch noch einmal selbst ansehen 😉

Liebe Grüße
Eure Lin 


Informationen zu dem Buch „Layla“

Autorin: Colleen Hoover
Übersetzung: Katarina Ganslandt
Titel: Layla
Verlag: dtv premium
ISBN 978-3-423-26308-5
Preis: 14,95€  für die Klappenbroschur
Seiten: 384
Erschienen am: 20. Oktober 2021            


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Ein Gedanke zu “„Layla“ von Colleen Hoover – Düster, gruselig und überraschend enttäuschend (Rezension)

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