„Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern“ von Benjamin Knödler und Christine Knödler – 25 Portraits von Vorbildern und Menschen, von denen wir noch was lernen können

Wer kennt die Namen Greta Thunberg, Joshua Wong oder Pussy Riot nicht? Das sind Persönlichkeiten, die viele von uns kennen. Doch abgesehen davon gibt es noch viele bedeutende Jugendliche, deren Namen ich zumindest nicht auf dem Schirm hatte. „Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern“ stellt in kurzen Portraits Menschen vor, die Unglaubliches erreicht haben.

Klappentext:

Umwelt, Demokratie, Bildung – 25 Porträts von engagierten Young Rebels aus aller Welt ermutigen, selbst aktiv zu werden.

Sie kämpfen für die Umwelt, Minderheiten und Gleichberechtigung und engagieren sich gegen die Waffenlobby, Diskriminierung und Korruption. 25 Jugendliche im Kampf für eine bessere Welt. Greta Thunberg ist 16, als sie mit ihrem Schulstreik für die Umwelt weltweite Klimaproteste auslöst. Der 14-jährige Netiwit Chotiphatphaisal gründet eine Zeitung, um sich in Thailand für Demokratie, Redefreiheit und eine Bildungsreform einzusetzen. Malala Yousafzai bloggt von der Unterdrückung der Frauen in Pakistan als sie 11 ist. Und Felix Finkbeiner entwickelt in der 4. Klasse seine Idee, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen sollten. Jugendliche auf der ganzen Welt zeigen soziales Engagement und bewirken wegweisende Veränderungen. Ihre Entschlossenheit inspiriert uns alle.

 Was passiert in „Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern “?

Da es illustrierte Portraits sind, gibt es hier keine stringente Handlung. Es werden nacheinander 25 Jugendliche vorgestellt, die Bedeutsames für die Geschichte getan haben oder aktuell noch machen. Teilweise sind die Menschen schon verstorben und teilweise haben sie vor 2 oder 3 Jahren mit ihrer Aktivität begonnen haben. Wir reise einmal um die Erde und durch die Zeitgeschichte.

Beispielsweise wird der junge Louis Braille vorgestellt, der als kleiner Junge erblindet ist. Im 19. Jahrhundert gab es zwar Ansätze für die Schrift für Blinde, doch für Louis war dies noch nicht genug. Er setzte sich mit vorhandenen Möglichkeiten auseinander und entwickelte so die Braille-Schrift, die noch heute verwendet wird und mit erhabenen Punkten auf Papier Buchstaben darstellt.

Ein weiteres Beispiel ist Gavin Grimm, der sich nicht nur mit seiner Schule sondern auch mit vielen Gerichten auseinandergesetzt hat, um das Jungs-WC nutzen zu dürfen. Gavin ist als Mädchen geboren und sich in seinem Körper nicht wohl gefühlt. 2014 hatte die Familie der Schule mitgeteilt, dass Gavin transgender ist. Eigentlich wäre es nur logisch, ihn auch auf die Herren-Toilette gehen zu lassen (immerhin durfte er das  beispielsweise im Kino auch). Anfänglich hat die Schule ihm das auch erlaubt, doch als Beschwerden von Eltern kamen, dass Gavin doch als Mädchen geboren sei und somit auch die Mädchentoilette benutzen solle, verbot die Schule ihm die freie Wahl der Toilette. Somit zog Gavin seine Schlüsse und ging vor Gericht. Nach vier Jahren kam endlich eine Entscheidung, die klarstellte, dass Gavins Schule gegen das Gesetz verstoßen hat. Somit wurde Gavin Grimm zu einem der bekanntesten Aktivisten für Transgenderrechte.

Das sollen nur zwei Beispiele aus dem Buch sein, um euch ein Gefühl zu vermitteln, um welche Geschichten es sich handeln könnte

Der erste Satz:

„Eigentlich ist die Welt so schön“

– Seite 9, Vorwort

Wie hat mir „Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern“ gefallen?

Dieses Buch schenkt Mut. Es gibt Menschen Mut, für ihre Sache einzustehen und sich nicht unterbuttern zu lassen. Die Beispiele der Menschen, die in diesem Buch angeführt werden, haben mich zum Lächeln gebracht und daran glauben lassen, dass die Welt vielleicht doch irgendwann besser wird.

Dadurch, dass die Themen so vielfältig waren, hat man in einige Felder einen Einblick bekommen, den man so vielleicht nicht erlangen könnte. Es geht um Umwelt-/Naturschutz, Politik, Bodypositivity, Antirassismus oder LGBTQ-Themen, die uns alle was angehen sollten.

Herausstechend sind selbstverständlich die Illustrationen, die das Buch so besonders machen. Jedes Portrait fängt mit einem Portrait an. Alle Bilder sind im gleichen Stil gehalten und konzentrieren sich so nicht auf Hautfarbe, Größe, Makel oder Augenfarbe. Wir sind doch alle irgendwie gleich. Das kam bei mir an und selbst, wenn das nicht die Intuition war, hat mich das gefreut, da ich dem nur zustimmen kann. Bei jeder Geschichte sind einzelne kleinere Illustrationen dabei und so ziemlich immer ein Transparent mit dem Spruch/Satz, den diese Person geprägt hat. Abschließend gibt es noch eine Seite mit einer Illustration aus dem Text, die die komplette Seite einnimmt. Dadurch gibt es immer den gleichen Aufbau und auch immer in etwa gleich viele Seiten, die ein Portrait einnimmt.

Natürlich gäbe es bestimmt noch tausend andere Jugendliche, die portraitiert werden könnten, doch in meinen Augen ist die Auswahl in diesem Buch richtig gut. Wir haben hier junge Held*innen und Gruppierungen, die eventuell schon über das Teenagersein hinaus gehen. Sie haben trotzdem alle eins gemeinsam: Sie haben etwas in der Welt verändert. Eine Lektion, die ich aus dem Buch mitnehme, ist, dass eine Person alleine etwas erreichen kann, aber viele Menschen erreichen noch viel mehr.

Ich denke, dass „Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern“ besonders inspirierend für junge Erwachsene/Jugendliche sein kann, um ihnen vor Augen zu führen, dass sie etwas schaffen können und nicht nur die Erwachsenen etwas verändern können. Vermutlich werde ich das Buch an meine kleine Schwester weiterreichen, weil es mir so gut gefallen hat. Denn obwohl ich älter war als viele der Portraitierten hat es mich glücklich gemacht zu sehen, was und das die Jugend etwas bewegt.

Und falls ihr euch das Buch noch näher ansehen wollt, könnt ihr das gerne hier machen 😉

Liebe Grüße
Eure Lin


Informationen zu dem Buch „Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern“

Autoren: Benjamin Knödler und Christine Knödler
Titel: Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern
Verlag: Hanser Verlag 
ISBN 978-3-446-26640-7
Preis: 18€  für das illustrierte Hardcover
Seiten: 160
Erschienen am: 27. April 2020                


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2 Gedanken zu “„Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern“ von Benjamin Knödler und Christine Knödler – 25 Portraits von Vorbildern und Menschen, von denen wir noch was lernen können

  1. Hallo liebe Lin,

    ich habe das Buch auch gelesen und mir hat es auch sehr gut gefallen. Besonders die Themen Feminismus und Antirassismus haben mich zum Nachdenken gebracht und ich war echt sehr interessiert. Die Illustrationen sind ja echt wundervoll und auch wenn ich schon das ein oder andere Gesicht kenne, kann ich es auch weiterempfehlen. Hoffentlich wird es deiner Schwester auch so gut gefallen 🙂
    Deinen Blog habe ich gerade entdeckt und ich bleibe gerne als fleißige Leserin hier.

    Liebe Grüße
    Emily von Mein Schreibtagebuch

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Emily, vielen Dank für deine süße Nachricht. Es freut mich sehr, dass dir das Buch auch gefallen hat und es dir ja anscheinend ähnlich wie mir ging 😊.
      Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende
      Aylin ❤️

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