„Final Girls“ von Riley Sager – Sie haben die Hölle überlebt, aber war es das schon?

Vor einigen Wochen ging eine E-Mail in mein Postfach ein, die mir ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat. Der dtv – Verlag hat mich gefragt, ob ich ein Rezensionsexemplar von dem Buch „Final Girls“ von Riley Sager lesen möchte. Ohne mit der Wimper zu zuckem, habe ich direkt ja gesagt. Einige Tage später lag ein Päckchen in meinem Briefkasten und ich begann sofort zu lesen.

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Klappentext :

Sie haben die Hölle überlebt. Aber das war erst der Anfang …

Als Einzige hat die Studentin Quincy ein Massaker auf einer Party überlebt. Sie hat jede Erinnerung an damals aus ihrem Gedächtnis gelöscht und sich mühsam ein normales Leben aufgebaut. Zwei andere Frauen, Lisa und Samantha, haben ähnlich Grauenvolles durchgemacht – ein Fest für die Medien, in denen die drei als »Final Girls« bekannt werden. Doch der Horror ist noch lange nicht zu Ende: Lisa wird tot aufgefunden. Ermordet? Der Schlüssel zu allem scheint in dem Massaker in Pine Cottage zu liegen, das nur Quincy überlebte. Angestachelt von Samantha, versucht sie verzweifelt sich zu erinnern, was dort geschah …

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Was passiert in dem Buch ?

Quincy, Lisa und Sam haben etwas gemeinsam. Sie haben das wohl Schlimmste erlebt und dabei als einzige überlebt. Jede von ihnen war Opfer eines Massakers, bei dem alle anderen Menschen gestorben sind, bis auf sie selber und die Medien bezeichneten sie ab sofort als „Final Girls“. So richtig hatten die drei Frauen nie Kontakt zueinander. Das Besondere bei Quincy ist, dass sie sich nicht an das Massaker in Pine Cottage erinnern kann. Andere würde das als positiv beschreiben, aber Quincy leidet darunter.

Als Lisa eines Tages angeblich Selbstmord begeht, sucht Sam den Kontakt zur Protagonistin Quincy und taucht einfach vor ihrer Tür auf. Da Sam kein richtiges Zuhause hat und quasi auf Hilfe angewiesen ist, nehmen Quincy und ihr Freund sie. Schließlich teilen die beiden Frauen das gleiche Schicksal.

Die Ermittlungen der Polizei gingen erst von Selbstmord bei dem „Final Girl“ Lisa aus, da sie sich die Pulsadern aufgeschnitten hat. Nach näheren Untersuchungen fand man allerdings heraus, dass im Wein, den sie vorher mit jemand anderem zusammen getrunken hat, eine Menge Tabletten zerstoßen waren. Diese und einige andere Erkenntnisse werfen die Ermittlungen komplett um, denn das bedeutet, dass Lisa umgebracht wurde und das nun nach einem Mörder gesucht wird.

Verständlicherweise bekommt  Quincy nun auch Angst, da sie befürchtet erneut ein Opfer zu werden. Sie wendet sich an den Polizisten, der sie damals in Pine Cottage gerettet hat und ihr seitdem immer wieder zur Seite steht. Die Medien werden auch durch den Tod von Lisa wieder aufmerksam auf die „Final Girls“ und stürzen sich quasi auf die beiden Frauen. Und ein Journalist erzählt Quincy, dass mit Sam etwas nicht in Ordnung ist und nun beginnt auch sie zu zweifeln. Sie muss einerseits heraufinden, wer der Mörder von Lisa ist und was Sam vor ihr verbirgt.

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Was kann ich über dieses Buch sagen?

Allein von außen ist dieses Buch ein Prachtexemplar. Die Ränder der Seiten sind schwarz gefärbt und haben mich immer wieder dazu gebracht, mal hin und her zu blättern, weil es doch so lustig aussieht. Aber kommen wir wieder zu den wesentlichen Dingen. Das Buch ist aus der Sicht von Quincy geschrieben, die so charakteristisch ihre Beruhigungstabletten mit Traubenschorle nimmt. Diese kleinen Dinge lassen die Charaktere sehr nah und sympathisch erscheinen. Allerdings wirft die Autorin Riley Sager bewusst Fragen auf. Kann Quincy sich wirklich nicht erinnern? Was verheimlicht Sam vor Quincy ? Man möchte besser jetzt als gleich den Mörder kennen und sagen „Ja wusste ich es doch“. Aber nein. Das Buch bringt spannende Wendungen mit sich, mit denen man nicht rechnet. Und genau das ist es, weshalb ich das Buch auch nicht weglegen konnte. Es hat mich gefesselt.

Zwischendurch gibt es einige Kapitel über das Massaker in Pine Cottage und was damals passiert ist. Ich empfand das als sehr spannend zu erfahren, wie Quincy das Massaker damals erlebt hat und wie anders sie davor noch war.

Insgesamt kann ich jedem Thriller-Fan dieses Buch ans Herz legen. Es ist spannend und verzwickt und bringt den Leser zum Rätselraten. Die Sicht aus Quincy ist so veständlich geschrieben, dass man sich in sie hinein versetzen kann, auch wenn es „nur“ um die Beziehungsprobleme mit ihrem Freund geht.

Eine absolute Weiterempfehlung !

Liebe Grüße

Eure Lin

Informationen über das Buch

Titel : Final Girls

Autorin : Riley Sager

Deutsche Erstausgabe : 31. Mai 2018

Verlag : dtv

ISBN : 978-3-423-21730-9

Seiten : 416

Preis für das Taschenbuch : EUR 9,95 € [DE], EUR 10,30 € [A]


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3 Gedanken zu “„Final Girls“ von Riley Sager – Sie haben die Hölle überlebt, aber war es das schon?

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