Der erste Teil „Wenn sie wüsste“ hat mich so gecatcht, dass ich direkt den nächsten Teil im Visier hatte. Und als ich ihn dann schließlich ohne den Farbschnitt gesehen habe, musste ich das Buch direkt kaufen. Meine Hoffnungen an das Buch waren, dass es mich ähnlich stark fesseln kann, wie der erste Teil.
Obwohl man meiner Meinung nach die Bücher unabhängig voneinander lesen kann, findest du hier die Rezension zum ersten Teil.
Klappentext:
Du kannst sie nicht sehen. Aber sie kann dich hören. Und ehe du es begreifst, hat das tödliche Spiel längst begonnen
Millie Calloway hat einen neuen Job. Um sich ihr Studium zu finanzieren, hilft sie einem reichen Paar aus Manhattan im Haushalt. Ihr Arbeitgeber Douglas Garrick wirkt nett, und zum Glück stellt er ihr nicht zu viele Fragen zu ihrer Vergangenheit. Doch warum darf Millie nicht mit seiner Frau Wendy sprechen? Was bedeuten das Weinen, das sie aus dem verschlossenen Zimmer hört, und die Blutflecke auf Wendys Kleidung? Ist Douglas in Wahrheit nicht der fürsorgliche Ehemann, der er vorgibt zu sein? Millie weiß nur eins: Sie muss Wendy helfen. Auch wenn sie damit riskiert, dass ihr dunkelstes Geheimnis doch noch ans Licht kommt.
Was passiert in „Sie kann dich hören“?
Millie hat sich seit ihrem Einsatz bei den Winchesters einen Namen gemacht. Sie hilft Frauen, die in Not sind. Doch diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Millie studiert mittlerweile in New York und jobbt nebenbei als „normale“ Haushaltshilfe. Doch ihre sichergeglaubte Stelle verliert sie, weil das Baby der Auftraggeberin Millie Mama nennt, da Millie mehr Zeit mit dem Kind verbringt als die tatsächliche Mutter. Das führt dazu, dass Millie ihren gutbezahlten Job erst einmal verliert und wieder auf die Suche gehen muss. Mit ihrem Gefängnisaufenthalt in den Akten ist es schwierig, auf normalem Wege zu einem Job zu kommen. Doch sie hat Glück. Das Ehepaar Garrick führt keinen Backgroundcheck durch und möchte Millie engagieren. Sie sind stinkreich, doch Millie spürt, dass hier etwas falsch ist. Sie sieht nie die Ehefrau Wendy, sondern spricht und interagiert nur mit Douglas. Er erzählt Millie, dass Wendy krank sei und er deshalb auch ihre Unterstützung im Haushalt braucht. Doch Millie versteht nicht so ganz, wofür sie angestellt wurde. Die Wohnung blitzt und blinkt. Die dreckige Wäsche ist zusammengelegt im Wäschekorb. Sie versucht, nicht so viel zu hinterfragen, da sie aktuell auch mit den Gedanken oft bei ihrem Partner, ihrer Wohnung in der Bronx und dem Studium ist.
Aber die Familie Garrick scheint irgendein Geheimnis zu hüten, dem Millie unbedingt nachgehen möchte…
Der erste Satz:
„Heute Nacht werde ich ermordet.“
Seite 5, Prolog

Wie hat mir „Sie kann dich hören“ gefallen?
Ich wurde nicht enttäuscht! Kurz vorweggenommen: Auf meiner Sicht kommt „Sie kann dich hören“ nicht ganz an „Wenn sie wüsste“ heran, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich mich als Leserin bereits an den Stil der Autorin gewöhnt hatte. Ich konnte ein wenig damit rechnen, was genau mich hier erwartet.
Die Protagonistin Millie erhält in diesem Teil mehr Tiefe. Sie ist nicht mehr „nur“ die Haushaltshilfe. Sie hat nun ein Privatleben und es wird ihr auch eine Vergangenheit (seit dem ersten Teil) gegeben. So fällt es leichter, Millies Motive und Handlungen nachzuvollziehen. Eigentlich könnte sie nämlich auch nur strikt ihren Job ausführen und das großzügige Gehalt einstecken. Doch anhand ihrer Hintergründe, ihres Studiums und ihrer Skepsis kann sie die Ungereimtheiten bei ihren Auftraggeber:innen nicht auf sich beruhen lassen.
Das Setting ist komplett anders. Wir befinden uns nun im trubeligen New York mit vielen unterschiedlichen Orten, an denen die Geschichte stattfindet. Darüber hinaus hat Millie nun einen Freund, der ebenfalls eine große Rolle in ihren Entscheidungen trifft.
Die Handlung ist spannend und lädt absolut zum Miträtseln ein. Im ersten Teil habe ich zwar auch mitgerätselt, was genau hier läuft, aber in diesem Teil waren die Fragezeichen noch größer. Ich hatte auch meine Vermutung, die im Endeffekt aber nicht gestimmt haben. Das Finale ist natürlich auch wieder grandios und die letzten 50-70 Seiten kann man eigentlich gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Ich möchte an dieser Stelle nichts spoilern, aber die Wendungen in diesem Buch haben mich überrascht. Damit habe ich nicht gerechnet, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es mir wirklich so gewünscht habe. Manche Sachen konnte ich mir im Nachhinein auch nicht erklären. Ich weiß, dass es in Thrillern oftmals so ist und die Autor:innen auch mit dem Ungewissen spielen.
Schlussendlich war „Sie kann dich hören“ ein wirklich guter Thriller mit Suchtfaktor! Da man durch den ersten Teil bereits an den Schreibstil der Autorin gewöhnt war, war ich nicht so völlig überrascht von dem genialen Konzept. Wem der erste Teil bereits gefallen, der wird sicherlich auch hier nichts falsch machen.
Liebe Grüße
Eure Aylin
Meine Rezensionen zu der „The Housemaid“-Reihe
Teil 1 – Wenn sie wüsste
Teil 2 – Sie kann dich hören
Teil 3 – Sie wird dich finden
Informationen zu dem Buch „Sie kann dich hören“
Autorin: Freida McFadden
Übersetzung: Astrid Gravert
Titel: Sie kann dich hören
Verlag: Heyne
ISBN 978-3-453-27466-2
Preis: 16€ für das Taschenbuch
Seiten: 368
Erschienen am: 11. April 2024
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