„The Boy Who Steals Houses – The Girl Who Steals His Heart …” von C. G. Drews

Was ist ein Zuhause und wie fühlt sich das für dich an? Diese Fragen schwebten für mich über dem Buch „The Boy Who Steals Houses“, während ich es gelesen habe. Anfangs wusste ich nicht so ganz, ob es mich überzeugen könnte, aber schon beim Reinlesen habe ich gemerkt, dass das absolut der richtige Zeitpunkt für mich für das Buch war.  

Klappentext: 

»The Boy Who Steals Houses« ist wie eine zärtliche Umarmung und ein unerwarteter Faustschlag ins Gesicht.

Sam ist erst fünfzehn, aber er muss selbst sehen, woher er etwas zu essen bekommt, wo er die Nacht verbringen und wie er seinen älteren autistischen Bruder beschützen kann. Sam steigt in verwaiste Häuser ein, lebt dort so lange wie möglich und macht, was er findet, zu Kleingeld, das er mit seinem Bruder teilt.  Eines Tages kommen Besitzer, eine Familie mit sieben Kindern, früher zurück. Zu Sams Überraschung wird aber nicht die Polizei gerufen, sondern er zum Essen eingeladen. Jeder hält ihn für einen Freund eines anderen Geschwisters. Und er verliebt sich in die gleichaltrige Moxie. Aber Sam hat ein dunkles Geheimnis. Und seine Vergangenheit lauert schon darauf, ihn einzuholen …

Ein aufrüttelnder Roman über zwei Brüder, die sich nach einem Zuhause sehnen.

 Was passiert in „The Boy Who Steals Houses – The Girl Who Steals His Heart …“?

Sam und sein Bruder Avery haben eigentlich nur sich. Ihre Eltern haben sie nicht so richtig gewollt und bei ihrer Tante konnten sie sich nie geborgen fühlen. Und nur Sam kann mit dem Autismus seines älteren Bruders Avery gut umgehen. Seit einem Vorfall in der Schule sind Avery und Sam quasi auf der Flucht, denn ihre Tante hat ihnen gedroht, sobald Sam ihr Haus wieder betritt, wird sie die Polizei rufen und Sam wird ins Gefängnis wandern. Somit bricht Sam jeden Abend in verlassene Häuser ein, um einen trockenen Unterschlupf für die Nacht zu haben. Im Laufe der Zeit hat Avery einen Job in einer Autowerkstatt gefunden, dem Sam allerdings nicht so wirklich traut, da ihm die Leute dort suspekt erscheinen. Er kann den Menschen nicht vertrauen und ist deshalb immer auf dem Sprung. Bis er das buttergelbe Haus der De Laineys findet, in das er eines Abends einbricht. Am nächsten Morgen ist die große Familie wieder anwesend und Sams Chance auf eine unentdeckte Flucht ist dahin. Allerdings ist das Haus voller Chaos, Unruhe und Gästen, dass seine Anwesenheit nicht weiter auffällt. Er wird – ungewollt – ein Teil der Gemeinschaft, was er bis dato nicht kannte. Aber irgendwann wird sein Handeln doch auffallen und sie werden ihn sicherlich an die Polizei ausliefern, oder? 

Der erste Satz:

“Wenn es nicht so dunkel gewesen wäre und wenn seine Finger von getrocknetem Blut nicht so steif gewesen wären, hätte er das Schloss in achtunddreißig Sekunden knacken können.”

Kapitel 1, Seite 7

Wie hat mir „The Boy Who Steals Houses – The Girl Who Steals His Heart …“ gefallen? 

Das Buch beginnt direkt mit einem Dilemma. Sam hat keine Möglichkeit an einem Leben unter Menschen zurückzukehren, ohne entweder seinen Bruder zu verlieren (weil er beispielsweise in eine andere Stadt zieht) oder ins Gefängnis geschickt wird (weil ihn jemand erkennt und an die Polizei weiterleitet). Deshalb lebt er in den Schatten und schleicht sich durch das Leben. Beim Lesen habe ich zwischendurch vergessen, dass es hier um einen 15-jährigen Jungen geht. 

Der Schreibstil hat mich total gepackt und die Kapitellänge war auch ideal, um immer mal wieder noch ein Kapitel weiterzulesen. Die Sprache war bildstark und ich konnte mir das komplette Geschehen bildlich vorstellen, weil die Autorin wirklich gut geschrieben hat! 

Der Verlauf der Geschichte ist emotional und gleich dem eines Achterbahnstarts. Wir starten an einem Tiefpunkt für Sam und es geht allmählich nach oben. Allerdings wissen wir als Leser:innen, dass irgendwann der Punkt kommen muss, an dem seine Vergangenheit eine Rolle spielen wird und er mit Moxie darüber reden muss. Wir steuern also immer weiter nach oben, obwohl wir wissen, dass es dann steil bergab gehen kann. Und genau das hat es für mich so spannend gemacht. Ich wollte unbedingt wissen, wie die Familie und Moxie darauf reagieren werden und wie anschließend damit umgegangen wird. 

Über dem gesamten Buch stehen die Themen „Heimat“, „Zuhause“, „Familie“ und „Freundschaft“ und das macht es für mich – trotz des schweren Themas – zu einem Wohlfühlbuch. Ich habe das Buch förmlich eingeatmet und konnte mich nicht davon lösen! 

Für mich ist „The Boy Who Steals Houses” definitiv ein richtig gutes Buch und ich würde es Leser:innen empfehlen, die auf der Suche nach einer herzzerreißenden und emotionalen Geschichte über Familie und Freundschaft sind.

Und hier könnt ihr euch das Buch direkt selbst ansehen 😉

Liebe Grüße
Eure Aylin 


Informationen zu dem Buch „The Boy Who Steals Houses – The Girl Who Steals His Heart …

Autorin: C. G. Drews
Übersetzung: Britta Keil
Titel: The Boy Who Steals Houses – The Girl Who Steals His Heart …
Verlag: FISCHER Sauerländer
ISBN 978-3-7373-5943-6
Preis: 17,-€  für die gebundene Ausgabe
Seiten: 368
Erschienen am: 28. September 2022                   


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