„Ein Junge namens Weihnacht“ von Matt Haig – Die einzig wahre Geschichte des Weihnachtsmannes

Weihnachten steht vor der Tür und ich habe diese Woche ein Buch beendet, das mich in die absolute Weihnachtsstimmung gebracht hat. Empfohlen wurde „Ein Junge namens Weihnacht“ mir von der lieben Rebecca von Bookstagram (@rebeccas.buntes.leben), weil sie so davon geschwärmt hat.

Klappentext:

Die absolut wahre Geschichte des Weihnachtsmanns

Wie war das eigentlich, als der Weihnachtsmann noch ein Junge war? Er hieß Nikolas, wuchs in großer Armut mitten in Finnland in einer kleinen Holzhütte auf – und dies ist seine wahre Geschichte. Der elfjährige Nikolas begibt sich allein auf eine gefährliche Reise an den Nordpol, um seinen Vater zu finden. Er besteht haarsträubende Abenteuer, begegnet fliegenden Rentieren, einer Elfe, einem gewalttätigen Troll – und er stellt fest: Wichtel gibt es wirklich! In ihm reift ein Entschluss: Er will die Welt zu einem glücklicheren Ort machen. Wie er dieses Ziel erreicht und wie er dabei zum Weihnachtsmann wird – das verrät dieses Buch.

 Was passiert in „Ein Junge namens Weihnacht “?

Nikolas und sein Vater leben in einer kleinen Hütte in Finnland und haben wirklich wenig Geld. Außerdem haben sie Nikolas Mutter verloren, die auf der Flucht vor einem großen Bären in einem Brunnen Unterschlupf suchte und starb. Das Einzige, was Nikolas noch von ihr hat, ist eine alte Steckrübenpuppe, die eines seiner beiden einzigen Weihnachtsgeschenke waren. Als Nikolas Vater ein lukratives Angebot bekommt, muss er in den hohen Norden aufbrechen und lässt seinen Sohn allein. Allein? Nicht ganz allein. Nikolas hat seinen Freund Miika die Maus, aber wird von seiner Tante Carlotta beaufsichtigt. Seine Tante ist furchtbar. Sie hat den elfjährigen Jungen abgrundtief und gibt bloß auf ihn acht, weil Nikolas Vater ihr Geld versprochen hat. Ansonsten lässt sie den kleinen Nikolas draußen schlafen und zwingt ihn zu Sonnenaufgang aufzustehen (in Finnland!).

Daraufhin beschließt Nikolas sich auf die Suche nach seinem Vater zu machen. Es heißt, wer in den Norden aufbricht, kehrt nie wieder zurück. Auf der Reise trifft er auf ein Rentier, einige Wichtel und eine Wahrheitselfe, die ihn hoffentlich zu seinem Ziel bringen können…

Der erste Satz:

„Hier vor dir hast du die ganz und gar wahre Geschichte des Weihnachtsmanns.“

– Seite 9, Kapitel „Ein ganz gewöhnlicher Junge“

Wie hat mir „Ein Junge namens Weihnacht“ gefallen?

DIESES BUCH IST SOOOOO SÜß!

Direkt, wenn man das Buch aufschlägt, erkennt man, mit welcher Liebe und Leidenschaft es gestaltet wurde. Die Illustrationen, Kapitelbezeichnungen oder Covergestaltung sprechen mich – als bekennender Weihnachtsfan – auf den ersten Blick an.

Die Geschichte des kleinen Nikolas ist herzerwärmend und überhaupt nicht so, wie ich es mir zu Beginn vorgestellt habe. Ich hätte eine lineare und vorhersehbare Geschichte erwartet, aber dieses Buch ist ein Auf und Ab der Gefühle. Auf der einen Seite möchte man mit Nikolas weinen, weil seine Tante Carlotta so schlimm ist und seine Steckrübenpuppe verkocht und auf der anderen Seite möchte man lachen, weil die Maus Miika so putzig ist.

Durch die liebevolle Aufbereitung der Geschichte des Weihnachtsmannes kann ich mir vorstellen, dass dieses Buch nicht nur für jüngere Leser*innen einen Blick wert ist. Erwachsene Weihnachtsfans kommen hier definitiv auf ihre Kosten.

Die Kapitel sind angenehm kurz, sodass sie sich ideal als Zubettgeh-Geschichten eignen (Sowohl zum Vorlesen als auch für müde Menschen, die gerne beim abendlichen Lesen einschlafen – bekenne mich schuldig). Zwischendurch sind Illustrationen eingestreut, die die Szenerie einfangen als auch die Figuren verbildlichen.

Apropos Figuren. Ich habe mich in jeden Charakter verliebt. Selbst die Wahrheitselfe, die es liebt, wenn Köpfe explodieren, hat sich in mein Herz geschlichen, da der Autor sie mit einer solchen Wärme beschrieben hat. Der Protagonist Nikolas ist die Art Junge, die man schon aus einigen anderen Geschichten kennt, aber dennoch hat es mich als Leserin total interessiert, was aus ihm wird. Es ist auch überhaupt nicht schlimm, dass bereits von Anfang an klar ist, dass er der Weihnachtsmann wird. Das steigert in meinen Augen sogar die Spannung, da man herausfinden möchte, wie ihm das gelingt.

Schlussendlich möchte ich an euch appellieren (insofern ihr denn Weihnachtsfans seid oder noch in Weihnachtsstimmung kommen wollt): Lest oder hört euch diese süße Geschichte an. „Ein Junge namens Weihnacht“ ist tiefgründig, so unfassbar liebevoll gestaltet und zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht.

Liebe Grüße
Eure Lin

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Informationen zu dem Buch „Ein Junge namens Weihnacht“

Autor: Matt Haig
Illustrationen: Chris Mould
Übersetzung: Sophie Zeitz
Titel: Ein Junge namens Weihnacht
Verlag: dtv
ISBN 978-3-423-28088-4
Preis: 18,-€  für das Hardcover
Seiten: 272
Erschienen am: 14. Oktober 2016            


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