ACHTUNG: HIER HANDELT ES SICH UM EINE FORTSETZUNG
Nachdem ich den ersten Teil verschlungen hatte, griff ich sofort zum zweiten der Teil der „Chroniken-von-Alice“-Reihe, um zu wissen, wie es mit Hatcher und Alice weitergehen wird. Ich hatte Befürchtungen, dass der zweite Teil genauso düster wird, wie der erste Teil… Aber dazu später mehr
Klappentext:
»Die Dunklen Chroniken« gehen weiter: Alice‘ Abenteuer in einer dunklen, verrückten und absolut faszinierenden Welt ist noch nicht zu Ende …
Alice hat den Kampf gegen den Wahnsinn gewonnen – vorerst. Sie hat die Schandtaten des Kaninchens sowie den Blutdurst des Jabberwocks überlebt und will nun ein Versprechen einlösen: Jenny, die Tochter ihres Freundes Hatcher, zu finden. Doch Alice und Hatcher erwartet der nächste Albtraum. Sie müssen in das Reich der verrückten Weißen Königin vordringen, wo das wahre Spiel um das finstere Wunderland bereits begonnen hat. Jeder Zug führt Alice näher an ihre Bestimmung. Aber damit sie als Siegerin hervorgeht, muss sie nicht nur ihre neuen Kräfte zu beherrschen lernen, sondern herausfinden, was mit der rätselhaften Schwarzen Königin geschehen ist …
Was passiert in „Die Chroniken von Alice – Die schwarze Königin“?
Nachdem Alice und Hatcher auf ihrer ersten Reise Unsagbares erlebt haben, müssen sie sich jetzt auf die Suche nach Hatchers Tochter Jenny machen. Alice kämpft unterdessen noch ab und zu mit den Erlebnissen rund um das Kaninchen, das Walross und den Jabberwock. Glücklicherweise haben sie sich gegenseitig und wissen, wie der jeweils andere tickt und wann er oder sie in Ruhe gelassen werden will. Auf ihrer Reise in den Fernen Osten, wo Jenny vermutet wird, müssen sie weitere Rückschläge verkraften. Denn die Mädchen, die sie aus den Fängen des Walrosses befreit haben, sind auf dem Weg in die Freiheit umgekommen. Sie haben das Reich der Weißen Königin betreten und die lässt nicht gut mit sich reden. In einem dichten, dunklen Wald treffen Hatcher und Alice auf ihren Gehilfen: Den Kobold. Und durch einige unglückliche Umstände verlieren Hatcher und Alice sich im Wald. Wir begleiten Alice bei ihrer Reise auf der Hand eines Riesen, in einem verzauberten Haus und durch ein mysteriöses Dorf, in dem regelmäßig Kinder geopfert werden müssen…
Der erste Satz:
„In einer Stadt, in der alles grau und nebelverhangen war und sich hinter jedem Hallen von Schritten ein Ungeheuer verbergen konnte, gab es einen kleinen, sehr gepflegten Mann mit goldbraunen Löckchen, der Geschichten sammelte.“
– Seite 5, Prolog: Zwischenspiel in der Alten Stadt

Wie hat mir „Die Chroniken von Alice – Die schwarze Königin“ gefallen?
Dieser zweite Teil unterscheidet sich dermaßen vom ersten Teil, damit habe ich echt nicht gerechnet. Ich bin davon ausgegangen, dass es so brutal und blutig weitergehen wird…
Zunächst einmal das Offensichtliche: Die Aufteilung in dem Buch hat sich geändert. Es gibt keine richtigen Kapitel mehr, sondern zwei große Unterteilungen. Das hat mir persönlich nicht ganz so gut gefallen, weil man dann immer Zwischendurch aufhören musste, zu lesen. Allerdings möchte ich anmerken, dass ich es gelungen fand, am Anfang des Buches eine kurze Zusammenfassung zu lesen, was in dem ersten Teil „Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland“ passiert ist. Dadurch, dass ich ihn direkt vorher gelesen habe, wusste ich noch genau, was passiert ist, aber ich kann mir vorstellen, wenn der dritte Teil „Die Chroniken von Alice – Dunkelheit im Spiegelland“ erscheinen wird, kann das sehr hilfreich sein.
Die Charaktere sind wieder sehr fantasievoll gestaltet und ich habe mich besonders in die Riesen verliebt. Sie haben eine detaillierte Hintergrundgeschichte und einen liebevollen Charakter erhalten. Ansonsten bin ich insbesondere der Meinung, dass die Bewohner des Dorfes am Fuße des Berges interessant sind. Sie haben Schreckliches durchlebt und nicht die Aussicht, dass es irgendwann enden könnte.
In diesem Teil geht es durchaus weniger brutal und sexuell zu als in dem ersten Teil. Das merkt man auch schon daran, dass RandomHouse keine Warnung in ihren Klappentext geschrieben hat, wie es noch im ersten Teil der Fall war. Ich kann mir aber vorstellen, dass einige Leser*innen von dieser Änderung nicht so begeistert sein werden, da es schon einen großen Teil im ersten Buch eingenommen hat.
Die äußerliche Gestaltung des Buches gefällt mir wieder sehr gut. Es gibt wieder ein thematisch passendes Cover mit der Königin und einen Buchschnitt. In diesem Fall würde ich annehmen, dass es Bärentatzen sind. Allerdings kann ich dann nicht die Verbindung zum Buch herstellen, da mir dann der Hinweis entgangen ist… Thematisch passender wären Wolfsspuren gewesen (vielleicht sollen sie das auch sein und ich bin einfach nur nicht gebildet genug 😊 ).
Schlussendlich war diese Fortsetzung gelungen. Ich bin weiterhin interessant, was mit Hatcher und Alice passiert und auf welche Weggefährten sie auf ihrer Reise noch treffen werden. Die gesamte Welt, die Christina Henry erschaffen hat, hat mich in ihren Bann gezogen und verzaubert. Im ersten Teil gab es noch viele Anspielungen auf das Märchen von Lewis Caroll, die in dem zweiten Teil weniger werden. Es gab zwar auch zwei Königinnen in der Geschichte, aber die haben in meinen Augen nicht so viel mit dem Original zu tun.
Für Fans des ersten Teils ist „Die Chroniken von Alice – Die schwarze Königin“ definitiv einen Blick wert. Es entführt die Leser*innen in eine komplett andere Welt.
Und hier könnt ihr euch das Buch noch einmal näher ansehen 😉
Liebe Grüße
Eure Lin
Informationen zu dem Buch „Die Chroniken von Alice – Die schwarze Königin“
Autorin: Christina Henry
Übersetzung: Sigrun Zühlke
Titel: Die Chroniken von Alice – Die schwarze Königin
Verlag: penhaligon bei der RandomHouse Verlagsgruppe
ISBN 978-3-7645-3235-2
Preis: 18€ für das Hardcover
Seiten: 336
Erschienen am: 31. August 2020
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