„Neon Birds“ von Marie Graßhoff – Ein Virus, der die ganze Welt beherrscht

Anfang dieses Jahres habe ich mir „Neon Birds“ gekauft, weil ich auf Instagram nicht daran vorbeigekommen bin und gefühlt jeder von diesem Buch schwärmte. Ich habe mich unheimlich auf dieses Buch gefreut. Der Klappentext und die Rezensionen der vielen Blogger*innen haben mir den Eindruck vermittelt, als würde das Buch meinen Geschmack vollkommen treffen.

Klappentext:

Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern …

 Was passiert in „Neon Birds “?

Die Welt ist aus den Fugen geraten und anders, als wir sie heute kennen. Der technische Virus kontrolliert von KAMI hat viele Teile der Erde befallen und in sogenannte Sperrzonen eingeteilt, in denen die befallenen Moja sind. Es ist unfassbar gefährlich, sich den Moja zu nähern. Sie haben sich weiterentwickelt und unterschiedliche Generationen mit fortgeschrittenen Fähigkeiten gebildet. Einige Moja können durchaus bekämpft werden, wenn man sich jedoch einem Moja der dritten Generation nähert, ist die Chance infiziert zu werden hoch. Doch es gibt bestimmte Kampfeinheiten, die ausgebildet werden, gegen die Moja zu kämpfen.

Die Leser verfolgen die vier Protagonisten bei ihrem Weg. Es sind junge Erwachsene, die für ihr Alter über ihre Grenzen hinaus gehen müssen.

Der erste Satz:

„Außerhalb der Mauern erzählen die Menschen einander eine Geschichte.“

– Seite 7, Prolog; Darkening

Wie hat mir „Neon Birds“ gefallen?

Zuallererst gefiel mir die Aufmachung des Buches sehr gut. Es gibt immer wieder Akten und Zeichnungen zwischen den Kapiteln, die mir das Geschehen und die Protagonisten nähergebracht haben. Besonders die Charakterzeichnungen haben es mir angetan. Die Akten und Berichte haben Sachlagen erklärt, die mir aus der Geschichte nicht ersichtlich geworden sind.

Und jetzt kommen wir zu den Punkten, die mir leider nicht so gut gefallen haben. Ich bin überhaupt nicht in die Geschichte hineingekommen. Ich habe zwar verstanden, worum es geht, aber der Plot hat mich nicht berührt/ergriffen. Damit will ich nicht sagen, dass die Szenerie schlecht beschrieben worden ist. Ich glaube einfach, dass es nicht der richtige Zeitpunkt für mich war, dieses Buch zu lesen. Die vier Protagonisten (und damit einhergehend die wechselnden Perspektiven) waren mir persönlich einfach zu viel. Ich bin durcheinandergekommen und konnte mir kein inneres Bild erstellen, was die Charaktere auszeichnet.

Der Plot konnte mich nicht fesseln, weil ich das Gefühl hatte, dass nicht so viel passiert ist. Wenn ich jetzt – nachdem ich das Buch seit einer Woche beendet habe – zurückblicke, dann denke ich, dass die Handlung auch in 100 Seiten hätte geschehen können. Daraus resultierte dann, dass ich an keinem Buch in diesem Jahr so lange gelesen habe, wie an „Neon Birds“.

Die Idee generell gefällt mir (nach wie vor) sehr gut. Das mit dem Virus ist ein interessantes Zukunftsszenario. Also für Leser*innen, die gerne Science Fiction lesen wollen und an einem Virus-Zukunfts-Szenario interessiert sind, ist „Neon Birds“ einen Blick wert. Ich kann auch nachvollziehen, weshalb so viele Blogger*innen von dem Buch so begeistert sind/waren, aber leider konnte es mich nicht mitreißen.

Liebe Grüße
Eure Lin


Informationen zu dem Buch „Neon Birds“

Autorin: Marie Graßhoff
Titel: Neon Birds
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN 978-3-404-20000-9
Preis: 15€ für das Paperback
Seiten: 463
Erschienen am: 27. November 2019                    


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Ein Gedanke zu “„Neon Birds“ von Marie Graßhoff – Ein Virus, der die ganze Welt beherrscht

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