Letztens bin ich so durch die Stadt gelaufen und habe nur wenige Sekunden nicht aufgepasst und schon stand im Hugendubel drin. Oopsi. Auf jeden Fall habe ich mir dort „Project Jane“ gekauft, weil mich der Klappentext total angesprochen hat. Da war ich gespannt, wie das gesamte Buch sein wird.
Klappentext:
Ein Wort ist der Anfang. Oder das Ende.
Sie nennen sie Jane Doe, und sie spricht nicht. Egal, was sie mit ihr anstellen, dort in der geheimen Forschungsanstalt Lengard. Denn ein Wort von Jane kann den Lauf der Welt verändern. Und so schweigt sie. Bis der geheimnisvolle Landon Ward ihr Vertrauen gewinnt. Vorsichtig öffnet sich Jane, doch sie muss schnell erkennen, dass ihre Fähigkeiten der Schlüssel zu einem finsteren Plan sind.
Was passiert in „Project Jane“?
Schon mehr als zwei Jahre sitzt sie in ihrer kleinen Zelle und jeder Tag läuft gleich ab und es gibt immer den gleichen Haferbrei und Nutridrink. Die Wärter und Gutachter nennen sie Jane Doe. Doch das ist nicht ihr richtiger Name. Sie wird ihn nie aussprechen.
Jane wird generell kein Wort sagen. Egal wie sehr sie der Gutachter Vanik mit seinen Foltermethoden quält und wie oft Dr. Manninger mit ihr spricht. Aus Jane ist nichts herauszubekommen. Lengard –der Name der Anstalt, in der Jane ist – hat sich eine neue Methode einfallen lassen. Zu ihren täglichen Terminen bei Vanik, Manninger und Enzo (ihrem Trainer für ihre körperliche Fitness) kommt ein Termin bei Landon Ward. Doch was das junge Mädchen dort erwartet, hätte sie nicht gedacht. Er nimmt sie mit in eine große Bibliothek und drückt ihr ein Buch in die Hand. Das wars. Kein Druck und kein Zwang, aus Jane ein Wort herauszubekommen. Doch sie bleibt skeptisch.
Eines Tages kommt Jane so geschwächt von dem Termin bei Vanik, sodass sie bei Ward zusammen bricht. Als sie aufwacht, befindet sie sich nicht in der Bibliothek, nicht in ihrer kargen Zelle und auch sonst kommt ihr der Raum nicht bekannt vor. Was sie allerdings noch mehr schockiert ist der Umstand, dass sie einen Sweater und Wollsocken trägt. Das hatte sie seit mehreren Jahren nicht mehr. Ihre Standardkleidung besteht sonst aus einem Kopfkissenbezug mit Löchern für Kopf und Arme.
So ganz versteht Jane nicht, weshalb sie in Lengard ist. Aber dann stellt ihr der Leiter Falon ein Ultimatum und sie muss sich innerhalb eines Monats beweisen. Was passiert, wenn sie das nicht tut, kann sie sich nur ausmalen…
Der erste Satz:
„Sie nennen mich Jane Doe.“
– Prolog

Wie hat mir „Project Jane“ gefallen?
Dein Wort hat Kraft. Durch deine Worte kannst du etwas bewegen. Deine Worte sind machtvoll.
Das in die Leitsätze, die ich aus dem Buch mitgenommen hat. Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es in diesem Buch viel um Sprechen, Wörter und Macht geht. Aber zu sehr ins Detail möchte ich nicht gehen, weil ich euch sonst vermutlich noch den Spaß verderben würde.
Dennoch möchte ich hier einige Dinge loswerden, die mir bei „Project Jane“ aufgefallen sind. Dieses Buch ist ganz anders, als ich es mir gedacht habe – aber im positiven Sinne. Das gesamte Konzept rund um Lengard, Jane als Person und die Fähigkeit, die sie auszeichnet, ist grandios und echt spektakulär. Das World Building stimmt für mich von vorne bis hinten.
Obwohl in den ersten paar Seiten vergleichsweise wenig passiert, hat mich das Buch gefesselt. Und so viel kann ich sagen: Das Ende bzw. die letzten paar Seiten ist/sind so ergreifend, dass ich zwischendurch keine Luft mehr bekommen habe. Als Leserin dachte ich mir: „Oh Gott, nein. Was soll denn jetzt noch alles passieren“. (aber alles im positiven Sinne)
Die Geschichte wird aus Janes Perspektive erzählt und der Leser erhält somit einen guten Einblick in die Gedanken und Emotionen der Protagonistin. Ich persönlich hätte mir am Anfang mehr Einführungen in die Sitzungen mit Vanik und Manning gewünscht, da das relativ grob geblieben ist und wir Jane hauptsächlich beim Training mit Enzo begleiten.
Die Entwicklung der Handlung und des Charakters sind phänomenal und unvorhersehbar. Zu Beginn oder kurz nachdem ich Jane kennengelernt habe, hätte ich niemals so einen großen Sprung erwartet.
Schlussendlich bin ich wirklich unglaublich beeindruckt von „Project Jane“ gewesen. Das Buch ist fesselnd, atemberaubend und regt unheimlich zum Nachdenken an. Ich freue mich auf den nächsten Teil und lege jedem Sci-Fi- und Dystopien-Fan das Buch ans Herz.
Liebe Grüße
Eure Lin
Informationen zu dem Buch „Project Jane – Ein Wort verändert die Welt“

Autorin: Lynette Noni
Titel: Project Jane – Ein Wort verändert die Welt
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3-8415-0597-2
Preis: 14,00€ für die Klappenbroschur
Seiten: 352
Erschienen am: 22. Juli 2019
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