„Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink – Ein komplett neues Genre für mich

Halli Hallo!
Vor einigen Wochen erreichte mich eine E-Mail aus dem Thienemann Esslinger Verlag, ob ich denn das neue Buch „Die Runenmeisterin“ lesen möchte. Der Punkt, der mich mit am meisten davon überzeugt hat, zuzusagen, war der Fakt, dass die Protagonistin Ayrin heißt und wer mich nicht nur unter dem Pseudonym Lin kennt, weiß, dass ich eigentlich Aylin heiße. Die Ähnlichkeit hat mich so angesprochen, dass ich es unbedingt lesen wollte. Da war der Inhalt erst einmal egal, haha.

Klappentext:

Eher unfreiwillig landen die Zwillinge Ayrin und Baren beim kauzigen Runenmeister Maberic vom Hagedorn. Nun ziehen sie mit ihm durchs Land und erlernen die Magie der Runen. Ein Handwerk, das viel gefährlicher ist, als es den Anschein hat. Bald geraten die Zwillinge in ein Spiel finsterer Mächte, in dem Hexen, Drachen und die magische Urkraft selbst im Verborgenen ihre Fäden spinnen. Als sich Ayrins großes magisches Talent offenbart, wird klar, dass die Zwillinge etwas mit den Mächten, die die Menschheit bedrohen, verbindet. Woher stammt Ayrins Kraft? Schlummert etwas Dunkles in dem Mädchen? Wird Ayrins Kunst, die Runen zu zeichnen, am Ende über das Schicksal der Menschen entscheiden?

Was passiert in dem Buch „Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink?

Das Zwillingspaar Ayrin und Baren wurde kurz nach seiner Geburt vor einer Gaststätte abgelegt, wo sie dann von dem Gastwirt und der Muhme aufgezogen wurden. Beinahe 18 Jahre später sind sie immer noch dort und arbeiten ihre „Schulden“ ab, die der Ohm für die beiden während der Kindheit für sie ausgeben musste. Was sie bisher allerdings nicht wussten, ist, dass ihre Mutter nicht nur die beiden Babys vor die Gaststätte gelegt hat, sondern ihnen auch ein Bündel mit Münzen, einen Brief und einen Ring beigelegt hat. Aber um das Geld machen sich die beiden keine großen Hoffnungen, da der Ohm es wahrscheinlich schon längst beim Würfelspielen verspielt hat. Aber dennoch möchten sie gerne wissen, was in dem Brief stand.
Eines Tages kommt eine Fremde in das Dorf. Sie hat einen Diener, der unbedingt mit den Pferden im Stall schlafen will, was schon ungewöhnlich ist. Aber noch ungewöhnlicher ist es, dass sie mehrere Tage in der Herberge verbringen möchte, wo es doch nichts in dem Dorf zu sehen gibt. Es stellt sich heraus, dass sie eine Hexe ist. Sie wickelt alle Leute um ihren Finger, in dem sie ein Spinnennetz um sie spannt. Und so wickelt sie auch den jungen Baren ein, der für sie eine furchtbare Tat begeht, welche große und schreckliche Folgen für das ganze Dorf bedeuten.
Er öffnet den Runenbeutel. Durch diesen ist das ganze Dorf (also sowohl die Menschen, die Tiere und das Land) geschützt. Der Runenmeister Maberic hat ihn gefertigt und so einen Schutzbann über das kleine Dorf gelegt.
Er kommt auch bald in die Heimatstadt der Zwillinge und weiß sofort, dass Baren es war, der den Beutel geöffnet hat. Aber er weiß nicht, dass Ayrin es war, die die Runen versucht hat, zu ersetzen. So nimmt er erst Baren mit auf seine Reise durch das Land, um ihm die hohe Kunst der Runen näher zu bringen. Doch Ayrin ist nicht gewillt, länger getrennt von ihrem Zwillingsbruder zu sein und stielt er noch den Brief und den Ring und reist ihnen dann nach.
Und so begleiten wir als Leser die Drei auf ihrer Reise durch das Land und durch das Erlernen der Kunst der Runen. Aber nicht nur wir dürfen sie begleiten. Ein gefährliches Duo ist ihnen mit weniger guten Absichten auch auf den Versen.

Der erste Satz:

„Der Gefangene streckte die Hand aus, er konnte der Versuchung nicht widerstehen.“
– Seite 5 

 

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Wie hat mir das Buch „Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink gefallen?

Ich habe zuvor noch kein mitteralterliches Buch mit Runen, Hexen und Alben gelesen. Das war komplettes Neuland für mich. Und deshalb hat es ein wenig gebraucht, bis ich mit der Geschichte zurecht kam. Das Problem war, dass ich es mir nicht so gut bildlich vorstellen konnte und dann oft mit meinen Gedanken woanders war. Allerdings habe ich auch sehr gut wieder in die Geschichte hinein gefunden und war wieder dabei.

Es war eine komplett unvorhersehbare Handlung, da irgendwie an jeder Ecke eine neue Gefahr und eine neue Wendung kam. Ich persönliche fand die Reise mit dem Laren und den beiden Geschwister sehr spannend zu beobachten.

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Das Buch ist aus der personalen Erzählperspektive geschrieben, wobei es in den Kapiteln auch Wechsel zwischen Ayrin und Ragne von Bial (der Hexe) gibt. Mir gefällt die Ich-Perspektive eigentlich besser, aber so war es auch ganz passend, da das Buch weniger gefühlsduselig ist (und da die Ich-Perspektive für mich quasi schon ein Muss ist). Dreimal wird aus einer ganz anderen Sicht berichtet. Bis zum Schluss ist mir nicht ganz klar geworden, wer genau es war. Ich habe eine Idee, von der ich auch denke, dass sie richtig ist, aber so ganz sicher bin ich mir nicht. Und so richtig beigetragen zur Geschichte haben diese insgesamt ca. 10 Seiten auch nicht wirklich.

„Kein Üben mehr, Ayrin. Dein Verständnis für die Runen ist tief, tiefer als bei einigen Laren. Nun musst du nur noch verstehen, was du hier tust. Du bannst ein Stück jener Urkraft, die uns alle umgibt, auf ein Pergament und veränderst dadurch die Welt um dich herum. Dabei hilft dir der Drachenstaub. Er ist die weiße Brücke, über die du die Helia erreichst.“
Ayrin schluckte. „Ich verändere die Welt? Und was, wenn ich versage?“
– Seite 400 

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Und als letzten Punkt will ich noch dieses wunderschöne Cover ansprechen. Ich liebe es, da die Runen und der Titel erhaben sind und so schön schimmern. Das Cover verrät noch nicht sehr viel von der Geschichte, aber es sieht fabelhaft aus und unterstreicht während der Geschichte auch die Atmosphäre und den Flair.
Nun beschützen mich die Runen und ihre positiven Kräfte von meinem Regal aus und blicken auf mich herab.

Schlussendlich habe ich das Buch „Die Runenmeisterin“ von Torsten Fink gerne gelesen. Es ist was anderes für mich gewesen und das war für mich das Interessante. Die Schreibweise und die Aufteilung der Kapitel waren sehr harmonisch, weshalb das Lesen auch nicht schwer fiel.
Wer gerne mystische, mittelalterliche Geschichten liest und auch wie Ayrin beweisen möchte, dass man mal aus dem System ausbrechen muss, dem kann ich „Die Runenmeisterin“ sehr ans Herz legen.

Hier könnt ihr euch noch einmal ein eigenes Bild von dem Buch machen und es auch eventuell gleich nach Hause bestellen ;-D

Liebe Grüße
Eure Lin


Informationen über das Buch „Die Runenmeisterin“

Autor: Torsten Fink
Titel: Die Runenmeisterin 
Verlag: Thienemann Esslinger
ISBN: 978-3-522-20256-5
Preis: 17€
Seiten: 448
Erschienen am: 11. Februar 2019


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