„Holding on to you“ von Natalie Elin – Liebe auf Umwegen und Stolperstraßen

Man könnte beinahe denken, ich wäre in diesem März auf Wolke 7, weil ich nur noch Liebesromane lese. Vielleicht sind es ja die Frühlingsgefühle. Auf jeden Fall habe ich endlich „Holding on to you“ von der lieben Natalie Elin von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit. Oft schon stand ich in der Buchhandlung vor dem Buch und  dachte mich „ Jetzt. Jetzt. Jetzt wirst du es lesen“. Leider hat es doch länger gedauert als ich gehofft habe, aber was lange währt, wird endlich gut – sagt man doch zumindest 😉

Klappentext :

Mavis ist überzeugter Single. Erst recht, als ihre beste Freundin Mona ihr ein gruseliges Date nach dem anderen aufdrängt. Doch dann lernt sie eines Tages Henry kennen.
Irgendwie schafft der Kerl es, sich direkt in ihr Herz zu schleichen und sie alle Vorsicht vergessen zu lassen. Bald spürt sie, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt. Er hat ein Geheimnis, das er versucht zu verstecken.
Bevor sie ihn kennenlernte, hätte sie nicht im Traum gedacht, jemals zu der Sorte junger Frauen zu gehören, die sich aus Liebe selbst vergessen und alles für einen Mann geben würden …

Was passiert in dem Buch „Holding on to you“ von Natalie Elin?

Mavis ist Single und daran stört sie eigentlich auch nicht so viel. Dennoch ist sie auf einer Platform angemeldet, bei der öfters plumpe Anmachsprüche in ihrem Postfach landen – Es ist aber keine Dating-Seite. Eines Tages passiert aber etwas ungewöhnliches. Ein FlatusCranis schreibt einfach nur „Hi“ und wenn Mavis etwas zu tun gehabt hätte, hätte sie vermutlich gar nicht auf diese Nachricht reagiert. Aber an diesem Tag war ihr jede Ablenkung recht und so schrieb sie zurück.

„Anders als im wahren Leben bin ich online eine richtige Quatschbanane. Zurückhaltend und schüchtern trifft man mich im weltweiten Web nicht an. Immerhin sitze ich in der Regel mit meinem Kater Franz, der eingerollt zu meinen Füßen liegt, geschützt auf meinem Bett und niemand starrt mich an, während ich spreche.“
– Seite 11, Kapitel 2

Sie wollte mehr über den mysteriösen Mann mit dem wunderschönen Bild herausfinden. Erst einmal googelte sie nach dem Usernamen, was sich als großer Fehler herausstellte, aber so hatten die beiden Unbekannten aus dem Netzt immerhin eine Gesprächsgrundlage, auf dem sich ein weiteres Gespräch aufbauen könnte.
Doch irgendwie ist Henry – der wie sich herausstellt hinter FlatusCranis steckt – unberechenbar. An manchen Tagen antwortete er binnen Minuten und an anderen Tagen wartet Mavis vergeblich auf ein Lebenszeichen. Aber nichtsdestotrotz teilen sich Schmetterlinge, trampelnde Ponys und Brausepulver Mavis Bauch und spielen verrückt, als endlich das große erste Treffen ansteht.

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Er kommt aus Potsdam und sie wohnt in Berlin. Als Treffpunkt haben sie den Berliner Hauptbahnhof ausgemacht, was für alle Berliner und die, die sich schon einmal an diesem Höllenbahnhof aufgehalten haben, verständlicherweise Kopfschütteln auslöst. Der Bahnhof ist riesig. Und zwar wirklich riesig.
Und dann hatten die beiden nicht einmal einen genauen Standort ausgemacht. Das führte zu dem, zu was es natürlich führen musste – Mavis irrte im Bahnhof herum, auf der Suche nach einem Mann, den sie nur von einem Foto kennt. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben sich die beiden endlich gefunden und ihr erstes Date konnte beginnen.

Mavis war zuvor so nervös, da ein von ihr initiiertes erstes Date undenkbar gewesen ist. Ihre beste Freundin Mona – seit 4 Jahren vergeben und Abonnentin der kitschigsten Teenie-Zeitschriften – hat für Mavis immer Dates organisiert, die eigentlich immer in die Hose gingen…
Doch mit Henry war es irgendwie anders.
Und nach ihrem ersten Date waren die Ponys und Schmetterlinge immer noch nicht verschwunden. Sie tanzten wilden HipHop und Samba.
Aber irgendwie benimmt sich Henry immer merkwürdiger und Mavis Freunde und Familie machen sich große Sorgen, dass sie sich in etwas unmögliches verrennt…

Der erste Satz:

„Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“
– frei nach Sir Arthur Conan Doyle, Seite 7, Kapitel 1

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Wie hat mir das Buch „Holding on to you“ von Natalie Elin gefallen?

Zu allererst möchte ich loswerden, dass ich mich so mit der Protagonistin Mavis identifizieren konnte. Sie war mir mit ihrem Kater Franz und ihrer Kaffeemaschine George so sympathisch (dazu kommt, dass sie ebenfalls Medienwissenschaft studiert 😉 ).
Der Schreibstil hat mich dazu gebracht, Mavis als Freundin wahrzunehmen und mit ihr zu fühlen. Man könnte meinen, dass es wie eine Erzählerstimme in einem Film ist. Ich war glücklich, dass sie diesen scheinbar perfekten Mann Henry getroffen hat. Er ist nett, höflich, Medizinstudent und bringt sie zum Lachen. Da möchte man doch eigentlich darüber hinwegsehen, dass er gerne mal zu spät kommt und sich über Tage nicht mehr meldet. Oder?
Genau wie Mavis wollte ich nicht auf Mona, Max (ihrem Kommilitonen und besten Freund)  oder ihre Mutter hören, die bei Henry kein gutes Gefühl vermuteten.

Die Geschichte ist sehr gut auf die heutige Kennenlernsituation abgepasst. Viele Leute lernen sich über das Internet kennen und es ist heute keine Außergewöhnlichkeit seinen Partner online zu daten. Ich persönlich habe damit zwar keine Erfahrungen gemacht, aber ich würde es mir genauso vorstellen, wie Mavis und Henry hier in dem Buch auftreten.

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Durch die Locations Berlin und Potsdam habe ich mich sehr heimisch gefühlt. Vor meinem inneren Auge konnte ich mir gut vorstellen, wo die beiden gerade sind und wo sie langgehen. Das kann natürlich nicht jeder so empfinden, aber durch meine Heimat und meine Unistadt hat es bei mir ganz gut geklappt.

Ich habe aber auch einen klitzekleinen Kritikpunkt (liebe Natalie, hoffentlich bist du mir deswegen nicht böse) : Mich persönlich haben die Sprünge in der Zeit ein bisschen gestört. Plötzlich schienen schon Monate zwischen Kapiteln vergangen zu sein, ohne, dass ich wusste, was hier passiert. Aber das war auch schon alles!

Und zum Schluss möchte ich unbedingt noch anmerken, wie gut mir das Cover gefällt. Es ist wunderschön mit den Farben und der Aufteilung. Wunder, wunderschön! Dazu kommt die klasse Schriftart (und die Kombination mit der geradlinigen Schrift) – die ich auch gerne für mein Uniprojekt verwendet hätte.

Schlussendlich kann ich jedem Leser, der die Frühlingsgefühle unterstützen möchte, empfehlen, das Buch „Holding on to you“ von Natalie Elin zu lesen. Liebe ist ein schwieriges Konstrukt, aber das Buch bringt die Emotionen von Verliebtsein sehr gut rüber! (Außerdem enthält es eine gute Playlist, die bei mir während des Lesens rauf und runter lief)

Liebe Grüße
Eure Lin, die verspricht, dass es bald wieder Thriller hier gibt!


Informationen über das Buch „Holding on to you“

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Autorin: Natalie Elin
Titel: Holding on to you
Verlag: Hawkify
ISBN: 978-3-947288-87-8
Preis: 13,99€
Seiten: 354


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