Als ich auf der Seite des Novum Verlages so herum gestöbert habe, fiel mir das Buch „Auf die Liebe muss man warten“ von Peik Volmer aufgrund seines schönen Covers auf und freundlicherweise haben sie es mir auch so schnell es ging zu geschickt. Nun wenige Tage später kann ich euch von dem Buch berichten
Klappentext:
Ein Buch voller Geschichten über das Leben und die Liebe – der perfekte „Strandkorbschmöker“!
Ob Hassliebe zwischen zwei Schwestern, die durch eine Erkrankung ganz neue, tiefe Dimensionen gewinnt, eine junge, vorsichtige Liebe, die sich ganz behutsam anbahnt oder das Sich-Näherkommen reiferer Menschen:
Jede Liebe ist einzigartig und hat ihre ganz besondere Geschichte, die Peik Volkmer behutsam erzählt. Aber auch die Freundschaft zweier junger Männer, die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, Trauer, Freude und tiefe Verstrickungen spielen eine Rolle … und dann ist da noch die Gemeinschaftspraxis für Urologie, um die sich weit mehr Geschichten ranken, als man für möglich hält!
Was passiert in dem Buch „Auf die Liebe muss man warten“?

Der Autor gibt gleich vor Beginn der Geschichte zu, dass es sich um Handlungen aus seinem eigenen Leben handelt und dass die Personen mehr oder weniger so aus seinem Leben gegriffen sind. Allerdings verrät er zu Beginn nicht, welche Rolle er in der Geschichte spielt…
Der Leser begleitet viele Personen unterschiedlichen Alters durch ihr Leben. Da gibt es die Studenten Felix und Malte, die Mutter von Malte Caroline te Loosen, die ihren Mann verloren hat. Es gibt die Schwester von Caroline und Tante von Malte Greta und ihre Familie mit Melanie, der Tochter von Greta, die einen „tollen“ Zahnarzt geheiratet hat und dies mit großem TamTam gefeiert hat. Und noch viele andere Personen…
Und wie das so mit der Liebe ist, gibt es immer wieder Höhe- und Tiefpunkte. Mal schreit man sich an und will alles hinschmeißen und dann verliebt man sich neu in die Dame von der Straßenecke. Das kann niemand vorher sagen und die Geschichten schreibt nun einmal das Leben selber.
Die Liebe kann einen aber auch manchmal enttäuschen, überraschen und zur Weißglut bringen, aber dennoch ist die Hoffnung da, dass alles am Ende wieder gut wird.
Der erste Satz
„Ja, es handelt sich nicht NUR um eine Liebesgeschichte. “
– Seite 9, Kapitel „Worum geht’s?“
Wie hat mir das Buch „Auf die Liebe muss man warten“ gefallen?
Anfangs dachte ich, dass es sich um viele kleine Kurzgeschichten handele, da es zu Beginn auch ein Inhaltsverzeichnis mit Kapitelübersicht gab. Dass alle Personen zusammen gehören, hat bei mir ein paar Seiten gebraucht…
Auf der Rückseite des kleinen Romans steht gedruckt, dass dies der perfekte Strandkorbschmöker sei. Da muss ich zustimmen. Ich hätte mir gut vorstellen können, am Strand in einem Korb zu sitzen oder auf einer Decke zu liegen und das Meer in meinen Ohren rauschen zu hören, während sich die Figuren in der Liebe wild austoben. Und dadurch dass das Buch in viele kleinere Kapitel unterteilt ist, lässt es sich auch mal schnell zwischendurch lesen, ohne, dass man sehr konzentriert sein muss, um jedem Charakter der Geschichte zu folgen. Es ist halt so als würde man selbst im Bekanntenkreis herumschauen und die Liebesgeschichten erzählen.

Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass dieses Buch weniger Leser und Leserinnen in meinem zarten Alter von 19 Jahren anspricht und es eher etwas für die „älteren“ Buchliebhaber ist. Dadurch dass die meisten Charakter ein etwas höheres Alter erreicht haben, kam dieser Eindruck bei mir zustande.
Interessant fand ich die vielen moralischen Fragen, die Peik Volmer im Zuge der Erzählungen aufgeworfen hat. Was ist, wenn mein Partner (unerwartet) verstirbt? Darf ich mich dann neu verlieben und was ich dann mit meinem alten Partner? Was passiert, wenn ich herausfinde, dass ich das eigene Geschlecht mehr mag, als das andere Geschlecht? Wie sagt man das der Familie, die streng-gläubig ist und Homosexualität immer noch für eine Krankheit hält? Was ist, wenn meine neue Partnerin schon ein Kind und einen dazu gehörigen Vater hat? Bin ich dann der neue Papa?
Da sind so viele Fragen, die einen zum Nachdenken anregen…
Schlussendlich fand ich das Buch „Auf die Liebe muss man warten“ sehr interessant, da der Leser die Familie (und zugehörige Bekannte) mehrere Jahre begleitet und dabei zu sieht, wie neue Dinge entstehen und andere zerbrechen.
Nichtsdestotrotz gab es auch einige Makel an dem Buch, über die man aber auch hinwegsehen kann.
Liebe Grüße
Eure Lin
Informationen über das Buch „Auf die Liebe muss man warten„

Titel : Auf die Liebe muss man warten
Autor: Peik Volmer
Verlag : novum
ISBN : 978-3-95840-333-8
Seiten : 384
Erschienen: 16. Januar 2017
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