Ein sehr mehrdeutiger Titel und eine noch vielschichtigere Geschichten erwarten den Leser bei „Dein perfektes Leben“ bei Emma Curtis aus dem Diana Verlag. Ich bin mit wenig Erwartung an dieses Buch gegangen und mit vielen Gedanken aus dem Buch geschickt worden. Hast du ein perfektes Leben?
Klappentext :
Zwanzig Minuten nur verlässt Vicky das Haus, während ihr Baby schläft. Als sie zurückkehrt, ist die Katastrophe geschehen, und nichts ist mehr wie zuvor. In ihrer Not vertraut sich Vicky ihrer besten Freundin Amber an, die der Polizei gegenüber behauptet, dass die beiden Frauen die ganze Zeit bei dem Kind gewesen seien. Doch dann geschehen weitere Unglücke. Bald wird klar, dass jemand das Leben von Vickys Familie sabotiert – jemand in ihrer unmittelbaren Nähe. Ein Albtraum beginnt, der Vicky bis an ihre äußersten Grenzen treibt.
Was passiert in dem Buch?

Vicky lebt mit ihren drei Kindern und ihrem Mann in einem selbstrenovierten Haus in England. Momentan ist sie noch in der Elternzeit, weil ihr kleinster Sohn Josh noch nicht so lange auf der Welt ist. Allerdings bringt genau der kleine Schreihals Vicky manchmal zum Verzweifeln. Er schläft die Nächte sehr unruhig und Vicky kennt das von ihren älteren Töchtern nicht. Eines Morgens recherchiert sie auf Immobilienportalen nach einer neuen Herausforderung für sich – Vicky liebt Heimwerken und sehnt sich wieder nach einem großen Projekt – und entdeckt ein wunderschön altes Haus um die Ecke. Und ihre beste Freundin Amber, die Maklerin ist, ist auch noch da und kann Vicky zwischen zwei Besichtigungstermine legen. Ohne viel darüber nachzudenken und froh darüber, dass Josh endlich schläft, macht sich Vicky los und ist begeistert von dem Haus.
Doch plötzlich ändert sich die Situation und die junge Mutter mit dem scheinbar perfekten Leben bekommt ein ungutes Gefühl und rennt schnell durch den prasselnden Regen nach Hause. Plitschnass stürmt sie in Joshs Schlafzimmer und findet ihn nicht nur das kleine Baby.
Eine dunkle Gestalt hält ihren geliebten Sohn im Jahr und ist starr vor Schock, genau wie die Mutter. Und nun geht alles ganz schnell. Der Einbrecher wirft der entgeisterten Mutter ihr Kind zu und rennt so schnell es geht aus dem Haus.
Völlig fassungslos steht Vicky nun da und muss mit ihrer Freundin Amber beraten, was sie nun machen, denn die Polizei rufen und die Wahrheit erzählen, würde dazu führen, dass die Mutter vermutlich ihr Kind verlieren könnte. Aber was sollen die beiden denn sonst machen?
Sie konstruieren eine Lügengeschichte, die sie jedem Menschen erzählen, der sie fragt, was passiert ist. Doch langsam verändert sich ihre Beziehung und es kommen Zweifel an der gesamten Situation…
Kommt die Wahrheit am Ende doch raus und was passiert mit Vicky und Ambers Freundschaft?
Wie hat mir das Buch gefallen?

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich das Buch sehr lange vor mich hergeschoben habe und immer länger auf dem Stapel ungelesener Bücher gelassen habe. Aber im Nachhinein weiß ich echt nicht, warum.
Die Protagonisten – aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird – ist verständlicherweise Vicky und auch das junge Mädchen Katya. Katyas Geschichte spielt im Jahr 1992 und ist sehr traurig, denn sie hat ihre Mutter an eine Überdosis Drogen verloren und musste ihr gesamtes bisheriges Leben mit ansehen, wie Männer tagtäglich ein- und ausgingen. Nach dem Tod der Mutter hat sich die Sozialarbeiterin Magda um sie gekümmert und Katya hat inständig gehofft, dass sie von Magda adoptiert wird und ihre Tochter Emily zu Katyas Schwester wird.
Besonders auf Katyas Kapitel war ich sehr gespannt, weil ich unbedingt herausfinden wollte, wie das kleine verlassene Mädchen zu Amber und Vicky passt und was mit dem kleinen Mädchen passiert.
Mich hat auch der Gewissenskonflikt sehr zum Nachdenken angeregt, da das ganze Buch über die Grundfrage gestellt wird, ob es denn wirklich verwerflich ist, sein Kind für wenige Minuten allein zu lassen? Vickys Position als gestresste Mutter mit drei Kindern und einer Affäre im Nacken ist sehr verständlich und natürlich „hätte sie ihr Kind doch einfach mitnehmen können“, aber ich kann auch den Punkt verstehen, dass sie einfach glücklich war, dass der Kleine geschlafen hat.

Der Verlauf der Geschichte ist nicht vorhersehbar und sehr spannend. Bis zur Mitte des Buches habe ich mir die Frage gestellt, weshalb es als „Psychothriller“ betitelt ist, denn es geht doch sehr familiär und lieblich zu. Aber dann : BÄHM
Falls ihr den Anfang nicht so spannend findet, dann glaubt mir : Haltet bis zum Ende durch!
Wer sich gerne durch Gewissenskonflikte führen lässt und auf Intrigen, Drama und Wendepunkte steht, für den kann ich „Dein perfektes Leben“ von Emma Curtis sehr empfehlen. Mir hat es besser gefallen, als ich gedacht hätte und ich sollte mir echt angewöhnen, mich vom Klappentext nicht vereinnahmen zu lassen. 😉
Liebe Grüße
Eure Lin
Informationen über das Buch

Titel : Dein perfektes Leben
Originaltitel : One Little Mistake
Autorin: Emma Curtis
Verlag : Diana Verlag
ISBN : 978-3-453-35984-0
Seiten : 480
Preis : 10,00€ für das Taschenbuch
Erschienen : 12. November 2018
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