Hallöchen ihr Lieben ! Freundlicherweise hat mir der dtv-Verlag „Eine Insel zwischen Himmel und Meer“ von Lauren Wolk zur Verfügung gestellt und ich habe es direkt zu Beginn des Jahres verschlungen. Gerne möchte ich euch davon berichten :

Klappentext :
Crow hat ihr ganzes Leben auf einer winzigen Insel verbracht. Sie wurde, kaum ein paar Stunden alt, in einem lecken kleinen Boot an den Strand gespült. Osh, der einzige Bewohner der Insel, hat sie gerettet. Bei ihm ist Crow aufgewachsen. Nur eine hat ihm dabei geholfen, die couragierte und liebevolle Miss Maggie. Alle anderen Menschen halten sich von dem Mädchen fern. Immer schon wollte Crow wissen, woher sie stammt und warum man sie fortgeschickt hatte. Ist es möglich, dass sie gar nicht von so weit her kommt? Als eines Nachts ein unheimliches Feuer auf einer vermeintlich menschenleeren Insel aufscheint, steigen in Crow all die unausgesprochenen Fragen nach ihrer Herkunft auf. Stück für Stück fügt sie das Puzzle ihrer Vergangenheit zusammen und begreift, was Familie wirklich bedeutet.
Meine inhaltliche Zusammenfassung :
Ein Neugeborenes mit einer Narbe in Form einer Feder wird in einem sehr instabilen Boot mutterseelenallein gefunden. Was macht man damit? Das hat sich bestimmt auch Osh gefragt, als er vor 12 Jahren so Crow gefunden hat. Crow, so hat er sie genannt, weil sie wie eine Krähe geschrien hat. Die beiden gründeten eine Familie und sind auf der einsamen Insel aufgewachsen, wo nur die liebevolle Miss Maggie ihm dabei geholfen hat, Crow selbst bei Krankheit zu pflegen. Die anderen Bewohner auf den umliegenden Inseln halten Abstand von Crow, da sie denken, dass sie von der „Leprainsel“ stammt. Auf der Insel wurden vor vielen Jahren die Leprakranken behandelt und sind dort verstorben. Für die anderen Bewohner ist Crow eine von den Kranken, weil sie so „anders“ aussieht. Jahrelang hat Crow sich nicht Gedanken darum gemacht, woher sie kommt, aber nun ist sie in einem Alter, wo sie wissen möchte, wer sie ist und woher sie stammt.
Zusammen mit Miss Maggie und Osh macht sie sich auf den Weg zur Insel Penikese. Bis auf ein paar Tieren lebt dort niemand mehr, nur der Vogelwart kommt regelmäßig auf die Insel. Die Drei wollen nach Hinweisen suchen, dass Crow auf dieser Insel geboren ist und ihre Eltern zu den Leprakranken gehörten. Der Vogelwart macht ihnen allerdings einen Strich durch die Rechnung und vertreibt sie von dort. Crow bekommt allerdings mit, wie aus dem ehemaligen Krankenhaus ungewöhnliche Geräusche nach draußen dringen. Nichtsdestotrotz fliehen Miss Maggie, Osh und Crow schnell auf ihre eigene kleine Insel zurück.
Damit ging er ins Haus und schlug die Tür etwas heftiger hinter sich zu.
Ich hörte, wie sich der Schlüssel im Schloss drehte.
Das war´s auch schon.
„Was für ein kalter Mensch!“, sagte Miss Maggie.
„Der hat was zu verbergen.“, sagte Osh.
„Der redet so komisch.“, sagte ich.Seite 70, Eine Insel zwischen Himmel und Meer
Miss Maggie besorgt Crow die Adresse von einem ehemaligen Arzt aus dem Krankenhaus auf Penikese und die beiden schreiben ihm einen Brief, in dem Crow alle ihre Fragen stellen kann. Die Antwort von Dr. Eastman ist ausführlich und er berichtet von Susanna und Elvan, die einen Sohn auf die Welt brachten, der in ein Waisenhaus nach New Bedford gebracht wurden. Der Arzt weiß von keinem weiterem Kind, weshalb Crow denkt, dass sie nun doch nicht das Kind von Leprakranken sein kann. Dennoch macht sie diese Antwort nicht glücklich. Es macht sie nicht glücklich zu wissen, dass sie nicht von Penikese kommt. Es macht sie nicht glücklich zu wissen, dass ihre Eltern keine Leprakranken waren. Sie will zu jemandem gehören und wissen woher sie kommt. Das macht Osh, der sie von klein auf groß gezogen hat, natürlicherweise sehr traurig, da er denkt, dass somit nicht mehr Crows Papa ist.
Die Suche nach Crows Familie führt sie noch auf das Festland, wobei sie sogar Miss Maggie und Osh anlügen muss, um sich alleine fortzustehlen. Was das Ergebnis der Suche ist, verrate ich natürlich nicht. Dennoch hat das Buch viel mehr zu bieten als nur die Suche nach Crows Familie.

Meine Meinung zu dem Buch :
Ändert es etwas an mir, wenn ich weiß, woher ich komme und wer meine Eltern sind? Das ist meiner Meinung nach die große Frage, die über der gesamten Geschichte von Crow steht. Was macht es mit einem Kind zu wissen, dass die eigenen Eltern es direkt nach der Geburt in ein einfaches Boot gelegt haben und auf das offene Meer treiben lassen haben? Natürlich kann Crow nur von Glück sprechen, von einem so tollen Menschen, wie Osh gefunden worden zu sein. Dennoch ist es verständlich, dass sie wissen möchte, wer ihre leiblichen Eltern sind und ob sie vielleicht sogar noch Geschwister hat.
Es ist unglaublich fesselnd dem jungen Mädchen dabei zuzusehen, wie ehrgeizig sie nach ihrer Vergangenheit und nach ihrer Familie sucht. Zwischendurch wandelt sich die Suche noch in einen Krimi, bei dem der Vogelwart auf Penikese eine große Rolle spielt.
Die Charaktere sind niedlich und das Leben der drei auf den einsamen Inseln ist ungeheuer spannend und man schließt sie einfach in sein Herz. Das Buch ist aus der Sicht von Crow geschrieben, was ihre Sicht und ihre Gedanken natürlich noch verständlicher macht. Die Kapitel sind gerade richtig, dass man das Buch auch nach wenigen Leseminuten weglegen kann, falls man das denn überhaupt möchte.
Summasummarum ein wunderbares Buch über die Identitätssuche der kleinen Crow und mit wundervollen Charakteren. Sehr empfehlenswert !

Das Buch ist seit wenigen Tagen im Handel und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
Liebe Grüße
Eure Lin
Informationen über das Buch :
Titel : Eine Insel zwischen Himmel und Meer
Originaltitel : Beyond the bright sea
Autor : Lauren Wolk
Übersetzt von : Birgitt Kollmann
Erscheinungsdatum : 9. Februar 2018
Verlag : dtv Reihe Hanser
Seiten : 285
ISBN : 978-3-423-64035-0
Preis : 14,95€
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