„Die Insel der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs – Eine fabelhafte Welt

Wer ist besonders und was zeichnet besondere Kinder aus ? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich das Buch „Die Insel der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs in der Hand hatte. Da ich von sehr neugieriger Natur bin, habe ich natürlich vor dem Lesen im Buch ein wenig durchgeblättert. Dabei bin ich auf die außergewöhnlichen Fotos gestoßen. Passend zum Titel sind auf diesen sehr besondere Menschen abgebildet. Da war ich natürlich noch gespannter zu erfahren, welche Geschichte dieses Buch so besonders macht.

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Klappentext :

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

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Meine inhaltliche Zusammenfassung  :

Die Spannung beginnt schon ab dem Prolog, wo Grandpa Portman Jacob von den besonderen Kindern auf der besonderen Insel erzählte. In seinen Erzählungen tauchen die spannendsten Wesen auf. Von einem Jungen, der zwei Münder besaß oder einem schwebenden Mädchen war alles Kuriose und Unvorstellbare dabei.

„Weil wir nicht wie andere Menschen waren. Wir waren besonders.“

„Wie besonders?“

„Ach, auf alle möglichen Arten“, antwortete er so beiläufig, als würden wir über das Wetter sprechen. „Da gab es ein Mädchen, das konnte fliegen, einen Jungen, in dem Bienen lebten, Bruder und Schwester, die mühelos Felsblöcke zu stemmen vermochten…“

– Dialog zwischen Grandpa Portmann und Jacob, Seite 11

Jacob wusste nie so recht, ob er seinem Großvater Glauben schenken sollte, bis zu seinem mysteriösen Tod. Kurz bevor Grandpa Portmann das Bewusstsein verlor, sagt er seinem Enkel, dass er auf die Insel gehen soll, denn dort sei er sicher vor den Monstern, die ihn selbst sein Leben lang verfolgten und ihn töteten.

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Niemand will dem Jungen die Geschichte über das Monster mit den Tentakeln abnehmen. Seine Eltern schicken ihn zu sämtlichen Ärzten und zu Mr. Golan – seinem Seelenklempner. Von da an muss Jakob regelmäßig versuchen in Gesprächen den Tod von seinem Großvater zu verarbeiten und mit seinen Alpträumen fertig zu werden. Nach wenigen Wochen findet er ein paar Seiten altes Papier und beginnt zu lesen. Er findet eine Widmung seines Großvaters an ihn auf der ersten Seite und einen Brief von einer gewissen Alma LeFay Peregrine auf den folgenden Seiten. Der Brief und die Geschichten seines Großvaters passen irgendwie zusammen und er weiß, er muss auf diese Insel reisen, von der er ihm immer erzählt hat. Seine Eltern wehren sich zunächst, dass Jacob auf diese ominöse Insel reist, doch sein Psychiater Mr. Golan spricht seine wärmste Empfehlung  für diese Reise aus.

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Zusammen mit seinem Vater reist er nach Großbritannien. Er macht sich auf die Suche nach dem Waisenhaus von Mrs. Peregrine und wird von einem Mädchen, die mit ihren Händen Flammen machen konnte Sie nimmt ihn gefangen, weil sie denkt, dass er ein Lügner, Spion oder Wight ist. Das Mädchen heißt Emma, wie sich herausstellt und sie führt ihn zu Miss Peregrine, dem großen Haus und all den besonderen Kindern. Die Headmisstress erkennt den Jungen sofort und weiht ihn in die Geheimnisse, die sein Großvater vor Jahren versucht hat, ihm näher zu bringen. Eine Besonderheit ist, dass die vielen Kinder in dem Haus ihr ganzes Leben nur einen Tag, den 3. September 1940 erleben, weil sie in einer Zeitschleife sind.

Jakob ist auf der Suche nach seiner besonderen Fähigkeit, da Miss Peregrine der Meinung ist, dass er genauso wie sein Großvater ist. Er selber geht davon aus, dass er der durchschnittlichste Junge ist, den es geben kann. Mit seiner besonderen Fähigkeit kann er allerdings den Kindern auf der Insel sehr weiterhelfen und sie vor den Gefahren schützen, die auf sie lauern werden.

Nachdem sich Jakob mit  seiner neuen Rolle abfindet, erwarten ihm und den anderen besonderen Kindern große Gefahren durch die Wights, die es auf besondere Menschen abgesehen haben. Es geht nun darum, alle zu retten und Jakob übernimmt hier die größte Aufgabe seines Lebens.

Meine Meinung :

So eine Art von Buch habe ich bis dato noch nicht gelesen und es ist auf seine Art mit den vielen Bildern, die alle Teil der Geschichte sind, besonders und einzigartig. Ich war gespannt, wie die Geschichte von Jakob ausgeht und was mit den Kindern auf der Insel passiert. Ransom Riggs hat einen grandiosen Schreibstil in dem Buch angewendet, bei dem ich „Die Insel der besonderen Kinder“ nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Kapitel sind nochmal mit einzelnen Absätzen unterteilt und am Ende jedes Kapitels findet man immer noch ein Satz, der schreit „Lies mich weiter“. Natürlich sind die Fähigkeiten nicht realistisch und man entfernt sich ein wenig aus der Realität in eine surreale Welt, die einen überlegen lässt, was ist eigentlich meine besondere Fähigkeit.

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Wie ihr vielleicht seht, habe ich nicht das Originalcover auf meinem Buch drauf, da der Kinofilm gerade in die Kinos kam, als mir meine Mama dieses Buch geschenkt hat. Allerdings könnt ihr auf dieser Seite sehen. Dort ist ein Mädchen abgebildet, welches wenige Zentimeter in der Luft zu schweben scheint und teilnahmslos in die Kamera schaut.

Ich bin der Meinung, dass jeder dieses Buch einmal gelesen haben sollte, da es ein sehr untypisches Werk ist.

Informationen zum Buch

Titel : Die Insel der besonderen Kinder

Originaltitel : Miss Peregrine´s Home for Peculiar Children

Autor : Ransom Riggs

Erscheinungsjahr : 01.08.2016

ISBN : 978-3-426-51057-5

Preis für das Taschenbuch : 12,00 €

Seiten : 416

 


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